Mittwoch, 25. September 2024

Hilfe zur Integration: „Interkulturelle Assistenzen“ werden fortgeführt

14. Juni 2022 | Kategorie: Kreis Germersheim

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Kreis Germersheim – Interkulturelle Assistenzen (IKA) werden auch ab 2023 für zwei weitere Jahre Kinder und Jugendliche und deren Familien mit Fluchterfahrungen oder Migrationshintergrund im Schulleben begleiten und bei der Integration unterstützen.

Das haben die Mitglieder des Kreistages in ihrer Sitzung Mitte Juni entschieden und folgen damit der Empfehlung des Jugendhilfeausschusses.

„Der Zuzug von Familien aus anderen Ländern bedeutet eine große Zahl an Schülerinnen und Schülern, die sich hier integrieren wollen. Die Assistenzkräfte können ihnen das Ankommen ab dem ersten Tag in den Schulen und im Umfeld erleichtern“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Christoph Buttweiler.

Die Schulleitungen und Kooperationspartner haben dem Jugendamt positive Rückmeldungen zu dieser Form der Unterstützung gegeben. „Da Interkulturelle Assistenzen den Personen mit ihrem eigenen Migrationshintergrund und damit auf Augenhöhe begegnen, ist es eine gute Chance, Kontakt auch zu schwer erreichbaren Familien zu bekommen“, so Denise Hartmann-Mohr, Leiterin des Jugendamts im Landkreis Germersheim.

Grundsätzlich unterstützen IKA zusätzlich bei der Korrespondenz mit Behörden, begleiten zu weiteren Hilfs- und Unterstützungsangeboten und klären die Eltern über die entsprechenden Arbeitsweisen auf.

Der Einsatz der IKA war bis Ende des Jahres befristet. Die Aufwendungen des Landkreises Germersheim für die Interkulturellen Assistenzen betrugen im Jahr 2021 rund 462.000 Euro. Aufgrund von Tariferhöhungen wird nun von jährlichen Kosten von ca. 520.000 Euro ausgegangen.

Für eine weitere Finanzierung wurde bereits eine Projektskizze beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zur Finanzierung aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) eingereicht. „Das Konzept der Interkulturellen Assistenzen wurde grundsätzlich als förderungsfähig angesehen, jedoch erfolgte bis heute kein Förderaufruf, sodass keine Gelder beantragt werden können. Die Kreisverwaltung wird aber dranbleiben und sich für eine möglichst nahtlose Weiterfinanzierung über AMIF einsetzen“, so Buttweiler.

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